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Die Goldelse auf der Säule
Der Berliner ist für seine große Klappe und die Neigung bekannt, allem und jedem, vor allem exponierten Gebäuden, Spitznamen zu geben. Erichs Lampenladen war so ein Beispiel, bei dem der Palast der Republik selig sein Fett von der Berliner Schnauze abbekam. Auch der Arbeitsplatz von Bundeskanzlerin Merkel, das Kanzleramt, fand mit „Bundeswaschmaschine“ einen wenig respektvollen Namen.
Ein Symbol preußischer Siege
Ein solches Schicksal ereilte auch die als „Goldelse“ titulierte Statue auf der Berliner Siegessäule. Wie bei so vielen Prachtbauten waren militärische Siege der Anlaß zur Errichtung der preußischen Säulenheiligen, nämlich die über Dänemark (1864), über Österreich (1866) und Frankreich (1871). Die Siegessäule wurde 1873 am Sedanstag (2. September) eingeweiht. Erst 1939 fand sie ihren endgültigen Standplatz, als die Säule vom Platz der Republik in die Mitte des großen Tiergartens auf den Großen Stern, ca. zwei Kilometer vom Brandenburger Tor entfernt, verschoben wurde.
Stattliche Gold-Dame...
Das gesamte Bauwerk ist 50,66 Meter hoch. Der Säulenkörper aus rotem Granit ist mit erbeuteten und vergoldeten Kanonenrohren verziert. Wer der Victoria, so heißt die Goldelse eigentlich, einen Besuch abstatten will, muß den Aufstieg über 285 Stufen auf sich nehmen. Dort findet er die Bronzestatue der römischen Siegesgöttin. Sie besteht aus vergoldeter Bronze, trägt Lorbeerkranz, Helm, Speer und Eisernes Kreuz und wiegt bei einer Höhe von 8,30 Meter schlanke 35 Tonnen.
... mit zäher Konstitution
Nachdem die Säule den Zweiten Weltkrieg, die Abrißbemühungen der französischen Alliierten, ein Sprengstoffattentat und die Loveparade unbeschadet überstanden hat, rückte die Siegessäule beim Besuch Barack Obamas in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. Hunderttausende jubelten dem damaligen amerikanischen Präsidentschaftskandidaten im Juli 2008 zu.
Ein historisches Treffen: Goldjunge tritt Goldelse



80 Jahren
Nescafé Gold
Es kommt selten vor, dass das meist gekaufte Produkt eines Segments gleichzeitig das teuerste ist. Im Fall des Nescafé ist das so.


Lenin versprach goldene Klos
Man sollte aufpassen, was man verspricht. Im Fall von Wladimir I. Lenin waren das unter anderem goldene Toiletten fürs Volk, falls der Kommunismus siegen sollte. Ein Kapitalist hat die Idee vor ein paar Jahren umgesetzt.









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