Vom Devisen- zum Gold-Weltmeister

1.000 Tonnen solcher Goldbarren machen den chinesischen Goldschatz aus (Quelle: L’or)Es ist ein alter Hut: In der Not flüchtet der Sparer in die Sachwerte und das ist auch gut so. Das auch Staaten ein ähnliches Verhalten zeigen ist wahrscheinlich nicht ganz so bekannt.


Der Fall China ist das vielleicht spektakulärste Beispiel. Als Devisenweltmeister investierte das Reich der Mitte über die langen Jahrzehnte des wirtschaftlichen Aufstiegs in Währungen, zu siebzig Prozent in den Dollar. So stiegen die chinesischen Reserven auf sagenhafte 1,954 Billionen Dollar (Stand März 2009). Allerdings – und das ist eine Folge der weltweiten Krise – hat sich der Zukauf weiterer Währungsreserven merklich verlangsamt. Die Zentralbank kaufte im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 146,2 Milliarden Dollar weniger.


Dafür, so eine selbst für Fachleute überraschende Meldung, vergrößerte China seinen Goldschatz deutlich. Das kommunistische Land erweiterte seinen Goldbestand in den vergangenen sechs Jahren um 454 auf nunmehr über 1.054 Tonnen. Dabei bediente sich die Devisenbehörde aus eigenen Quellen: China ist mittlerweile das größte Goldförderland der Welt.  
 

 
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Redakteur: PR


 

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