Schon seit dem 13. Jahrhundert: Der Dukat ist die Goldmünze

Erstmals wurden Dukaten 1284 in Venedig geprägt und haben sich von dort aus über den ganzen Kontinent verbreitet. Sie besitzen einen Feingehalt von 986/1000 und wiegen etwa 3,5 Gramm. In Venedig wurden Dukaten bis zum Ende der Republik im Jahre 1797 mit gleichem Münzbild und nahezu unverändertem Feingewicht (Goldgehalt) geprägt.

So sahen die ersten Gold-Dukaten aus (Quelle: Wikimedia Commons / Autor: CNG coins (http://www.cngcoins.com))


Der Name stammt übrigens von der Schrift auf der Rückseite der allerersten Dukaten: „Sit tibi Christe datus quem tu regis iste ducatus" - Dir, Christus, sei dieses Herzogtum, welches du regierst, gegeben. Diese venezianischen Dukaten waren über Jahrhunderte die stabilste Währung der Welt. Insbesondere für das 14. und 15. Jahrhundert gelten Dukaten als die Welthandelsmünze schlechthin. Da sie so gut und gleichmäßig geprägt wurden, galten sie auch oft als Maßstab für Gewichtsvergleiche.

Gold-Dukaten als Zahlungsmittel

Im deutschen Reichsgebiet wurden sie im Jahre 1559 zur Reichsmünze erklärt und erst drei Jahrhunderte später - nämlich 1857 - im Gebiet des Deutschen Zollvereins wieder aufgehoben. Ob die österreichischen Dukaten des 19. Jahrhunderts jemals gesetzliches Zahlungsmittel waren, ist übrigens heftig umstritten - und hängt von der Definition der Begriffe Währung und Zahlungsmittel ab. Klar ist allerdings, dass sie seit 1858 nicht als gesetzliches Zahlungsmittel gelten durften. Doch noch bis heute werden Dukaten in Österreich für Geschenk- und Sammlerzwecke geprägt.

Ihre allgemeine Beliebtheit über einen längeren Zeitraum verdankten die Dukaten ihrem weitgehend stabilen Feingehalt. Dies gilt vor allem für ältere, insbesondere holländische Dukaten und im Gegensatz zum Goldgulden. Die in Sachsen um 1780 geprägten Dukaten („August d'or") besaßen eindeutig noch eine echte Zahlungsmittelfunktion. Ihr Wert wurde in „Sächsisch Courant" gehandelt, damals entsprechend etwa 2,75 Reichstaler.

Im 19. Jahrhundert ging dann die deutsche Dukatenprägung sehr stark zurück und nahm mehr einen Medaillen-Charakter an. Beliebt waren die letzten Dukaten aber noch lange, nämlich - neben den Marientalern - als Tauf- und Patengeschenke. 

zur Übersicht Diesen Artikel drucken

Redakteur: TMR


 

Senden Sie uns Ihr Fundstück oder Ihren eigenen Beitrag zur Golddatenbank!
 90 Jahren

Was war an den Zwanzigern Golden?

Der Begriff "Goldene Zwanziger" steht für eine Epoche mit ungeheurer Dynamik und großen Fortschritten in Wissenschaft und Kultur, aber ebenso großen Problemen.

Der goldene Hahn

Der Goldbroiler ist die kulinarische Errungenschaft der Ex-DDR schlechthin. Zwischen Magdeburg und Frankfurt a.d.O. war das Grillhähnchen der Hit. Heute ist der Begriff Goldbroiler ein eingetragener Markenname.

1 Feinunze: 0,00 EUR
10.09.2010, 20:51 Uhr
1 Gramm: 0,00 EUR
10.09.2010, 20:51 Uhr
1 Gramm: 0,00 USD
10.09.2010, 20:51 Uhr