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Aus dem Inneren der Sonne

Ueberreste einer Supernova, Quelle:NASADie Azteken hatten Recht. Die Bewohner des mittelamerikanischen Reiches glaubten, Gold sei die Ausscheidung ihres Sonnengottes. Die Kern- und Teilchenphysik bestätigt heute, über 500 Jahre später, diese Vermutung, auch wenn die Erklärung naturgemäß prosaischer ausfällt. 

Nach einer gängigen Theorie entstand das Gold, wie alle anderen Elemente auch, in der Frühzeit des Universums. In Sonnen, die ein Vielfaches der Masse unseres Zentralgestirns besaßen, herrschten unvorstellbarer Druck und Hitze. Das Helium, neben dem Wasserstoff Hauptbestandteil des Sterns, wurde unter diesen höllischen Bedingungen fusioniert; es entstanden die Elemente bis zum Eisen. War der Heliumvorrat verbrannt, kam es zur Supernova, der Sternenexplosion. Dabei entstanden noch größere Energien, die als Voraussetzung gelten, dass aus dem Teilchengebräu Gold und die anderen Schwermetalle entstanden.

 

Goldene Theorien

Eine andere Theorie geht davon aus, dass die Temperaturen, die zur Schaffung von Gold notwendig sind, nicht bei einer Nova entstehen können, sondern nur beim Zusammenstoß zweier Neutronensterne, Himmelskörper mit extrem hoher Dichte.

Welche These richtig ist, ist umstritten. Einig sind sich die Physiker allerdings, was nach diesem Ereignis geschah. Mit der Wucht der Explosion wurden die neu geschaffenen Elemente in den Weltraum hinausgeschleudert. Der Teilchenschauer regnete auf die junge, noch flüssige Erde. Die schweren Elemente, so auch das Gold, sanken in Richtung Kern, die leichten Stoffe blieben an der Oberfläche. Während die Erde abkühlte, die Prozesse der Erosion einsetzen, sich Gesteinsmassen in Bewegung setzten und Gebirge auffalteten, gerieten auch die schweren Metalle in die höheren Erdschichten und reicherten sich dort an.  

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Redakteur: PR


 

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