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Gold spinnen und seine Folgen
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass es kaum ein Märchen gibt, welches ohne Gold auskommt? In fast jedem Märchen – vor allem bei den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm – kommt an irgendeiner Stelle das edle Metall ins Spiel, zumeist mit fatalen Folgen. Erinnern Sie das Märchen „Rumpelstilzchen“? Kurze Zusammenfassung:
Ein armer Müller spricht mit dem König und haut mächtig auf den Putz: Er habe eine wunderschöne Tochter, die obendrein aus Stroh Gold spinnen könne. Der Müller ist nicht dumm, er weiß, dass Schönheit vergeht, der Wert des Goldes aber bleibt. Des Königs Gier ist geweckt, er reißt sich das Mädel unter den Nagel. Natürlich in erster Linie, um seine Goldvorräte zu mehren. Das Blöde ist: Die schöne Maid kann gar kein Gold spinnen....
Aus der Klemme hilft der Holden ein kleines Männchen, das einfach so aus der Versenkung auftaucht. Aber wir befinden uns ja in einem Märchen, da geht das, genauso wie die künstliche Produktion von Gold. Zur Erleichterung des Mädchens fertigt der Gnom nun fleißig Edelmetall aus Ernteabfällen. Aber dann passierts: Nachdem der Kleine als Gegenleistung allen weltlichen Besitz der ehemaligen (die Hübsche ist derweil mit dem König liiert) Müllerstochter kassiert hat, will er nun ihr erstgeborenes Kind als Preis für seine Hilfe haben. Das ist nicht gut.
Als nun der Tag gekommen ist, an dem der hinterhältige Wicht seinen Preis beansprucht, drückt die hübsche Ex-Müllerin auf die Tränendrüse und erweicht das Herz des Erpressers. Gut, er will mal nicht so sein: Wenn sie errät, wie er heißt, will er vom Kindesraub Abstand nehmen. Der Kurze ist sich sicher, dass dies Unterfangen nahezu unmöglich ist. Weder das Internet noch dutzende reitende Boten können der Frischkönigin helfen – bis auf einen Reitersmann, der zufälligerweise unseren Zwerg belauscht hat, als der siegessicher vor sich hintanzte und dabei den Vers murmelte, den heute jedes Kind kennt: “Ach, wie gut das niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß’”. Der Rest ist schnell erzählt: Die frisch gebackene Königin spricht den Namen des kleinen Quälgeistes aus, der, offenbar ein lupenreiner Choleriker, reißt sich vor Wut in zwei Stücke. Ende des Märchens.
Nun sind Märchen nicht nur für die Unterhaltung gut, sie sollen ja auch etwas vermitteln. Was vermittelt uns dieses Märchen, vor allem in Bezug auf Gold?
- Die Gier nach Gold kann blind und kriminell machen (der König)
- Die Aussicht auf eine gute Partie macht erfinderisch (der Müller)
- Alchimisten gibt es nur im Märchen (die Müllerstochter)
- Für Gold kann man alles verlangen (das Rumpelstilzchen)
Und das Märchen zeigt uns, wie Gold Menschen verändert: Die Goldgier, die Not, die Gold erzeugen kann, jeder erdenkliche Preis, den Gold erzielen kann... ist das alles nur im Märchen möglich? Ich denke nein, denn das passierte und passiert jeden Tag seit 5000 Jahren. Gold ist mächtig.
Nun ja, jeder hat bekommen ,was er verdient hat. Der König hat nun eine Frau am Hals, die nichts erwirtschaftet, sondern nur Kosten verursacht. Das Rumpelstilzchen hat seine Erpressung mit dem Leben bezahlt. Der Müller ist am besten davon gekommen – er hat seine Tochter unter die Haube gebracht. Allerdings blieb dabei die Wahrheit auf der Strecke. Die holde Müllerstochter hat ein Kind großzuziehen, ohne auf die Hilfe ihres enttäuschten Mannes hoffen zu können. Der wollte keine Kinder, der wollte Gold. Und vor allem lernen wir: Das Versprechen, unendlich viel Gold erlangen zu können, vernebelt das Gehirn... selbst das Gehirn eines Königs. Geschichtlich betrachtet ist das nicht ungewöhnlich.
Bleibt nur zu hoffen, lieber Leser, dass Sie an dieser Stelle umsichtiger handeln als die Personen im Märchen „Rumpelstilzchen“ und das Gold dafür verwenden, wofür es gedacht ist. Kaufen Sie Gold, verwahren Sie es gut und betrachten Sie es als Absicherung für Ihr Vermögen. Und lassen Sie sich vom Gold nicht den Kopf verdrehen.
P.S.: Wenn Sie das Märchen im Original lesen möchten finden Sie es hier:
http://www.1000-maerchen.de/fairyTale/999-rumpelstilzchen.htm

Beitrag von Goldreporter "Welfenschlingel"Redakteur: PR

Hinweis: Dieser Beitrag stellt die Meinung des Autoren dar und nicht
unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Betreibers dieser Website.

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