Der Goldfluch des alten Indianers

Er zahlt seinen Whiskey mit Gold. Nicht mit Nuggets, sondern Bruchgold, das direkt aus einer Ader stammt. Wiederholt verschwindet Charly Slumach – von allen nur "der Indianer" genannt – monatelang in der Wildnis. Das heizt die Gerüchte über eine spektakuläre Goldmine nur noch an. Und die Neider sind ihm schnell auf den Fersen.

 

Der Fluch des Indianers scheint zu wirken: bis heute wurde der legendäre Goldschatz nicht gefunden (Quelle: ZDF)Der Ruf des Goldes ist bis Australien zu hören, selbst von den abgeernteten Goldfeldern Kaliforniens strömen frustrierte Goldsucher in das neue El Dorado: die Coast Mountains in British Columbia, Heimat von "Indianer" Charly Slumach. Doch der Traum vom schnellen Glück ist für fast alle schnell vorbei. Die Vorräte an leicht abbaubaren Nuggets in den Flüssen gehen rasch zur Neige. Und Goldadern, aus denen diese Nuggets in die Flüsse gespült werden sind nur schwer zu erreichen oder gar unbekannt.

 

Der Goldrausch ist schnell vorbei

So gibt es bald reichlich Minenarbeiter, die von Hungerlöhnen und von unerfüllter Sehnsucht leben. In New Westminster, der einstigen Boomtown des Goldrauschs, warten die Übriggebliebenen auf bessere Zeiten. Sie sind frustiert und hinter der Fassade aus Langeweile und Nichtstun gärt Misstrauen. Charly Slumach kommt ihnen da gerade recht.

 

Eine Zufallsbegegnung mit Männern die dem "Indianer" auf den Fersen sind, gerät zum Drama mit tödlichem Ausgang, denn Slumach erschießt den Digger Louis Bee.  Das Gericht glaubt nicht Slumach, sondern den Aussagen des einzigen Zeugen Charlie Seymour: Tod durch den Strick, so das Urteil. Slumach schreitet stumm zum Galgen und wird kurz danach unsterblich, als er kurz vor seinem Tod seine Stimme erhebt. In der Sprache seines Volkes, der Stalo-Indianer, sagt er einen einzigen Satz: "Keiner, der das Gold findet, lebt lang genug, um es herauszubringen."

 

Goldsuche bis zum heutigen Tag

Slumachs Tod ist der Beginn eines neuen Goldrausches: Auf der Jagd nach dem verlorenen Schatz durchkämmen Tausende von Abenteurern blind vor Gier die Wildnis. Kleinste Gerüchte – und der Fluch am Galgen – gelten ihnen als Beweis für die Existenz einer sagenhaften Goldader. Bis in die jüngste Vergangenheit sterben bei der  Jagd Männer in der Wildnis. Kanadische Historiker ermitteln insgesamt 55 Tote. Der Fluch des Indianers scheint zu wirken...

 

In der Reihe "Jäger verlorener Schätze" des ZDF ist dazu ein Beitrag mit dem Namen "Der Fluch des Indianergoldes" erschienen.






  


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Redakteur: TMR


 

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