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Das Gold wird gerne versetzt

Manche Branchen kämpfen in Zeiten der Finanzkrise ums Überleben – das Geschäft der Pfandhäuser dagegen boomt: Das Jahr 2008 war das erfolgreichste in der Geschichte der Branche. Mehr als eine Million Deutsche nutzten die Möglichkeit des Pfandkredits schnell an Bargeld zu kommen.

 

Golduhren werden gerne als Pfandobjekt versetzt (Quelle: aboutpixel.de/Laurine@Caruso)Das Prinzip Bargeld gegen Pfand erscheint als attraktive Alternative zum klassischen Bankkredit immer bedeutender zu werden und hat schon lange den Geruch des Arme-Leute-Kredits verloren. Gold, Golduhren, Goldschmuck und Juwelen werden am häufigsten versetzt. Als Anlaufstelle gibt es rund 200 private Pfandhäuser sowie eine Handvoll kommunaler Leihhäuser. Im Durchschnitt sind es 250 Euro, die ausgezahlt werden. Manche holen ihr Pfand schon nach wenigen Tagen wieder ab, die meisten jedoch nach ungefähr drei Monaten.

 

In der Pfandleihe kostet Gold ordentlich Zinsen

Auf die Darlehenssumme fällt ein gesetzlich festgeschriebener monatlicher Zins von einem Prozent an. Hinzu kommt eine monatliche Gebühr, unter anderem für Schätzung und Lagerung. Vergleicht die Kosten für diejenigen, die ihren Goldschmuck oder ihre Golduhr "versetzen" mit einem Bankkredit entspricht das einem Jahreszins von fast 38 Prozent. Sprich: Jeder normale Bankkredit ist eigentlich günstiger.

 

Bis zu einem Darlehen von 300 Euro sind die Gebühren übrigens festgeschrieben. Darüber hinaus ist die Summe jedoch absolut frei verhandelbar – in der Regel betragen die Kosten zwischen zwei und drei Prozent der Leihsumme pro Monat. Ein ordentliches Sümmchen, kurz gesagt, aus rein wirtschaftlicher Sicht ist ein Pfandkredit eine äußerst teure Möglichkeit, an Bares zu kommen.

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Redakteur: TMR


 

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